Rolf E. Köllner

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Personalia

Seit meiner Zulassung als Rechtsanwalt 1985 bin ich ausschließlich auf den Gebieten des Straf-, Ordnungswidrigkeiten- und Disziplinarrechts als Verteidiger und Berater tätig. Kernbereiche sind das Steuer-, Bilanz- und Wirtschaftsstrafrecht sowie seit einigen Jahren die Beratung in Fragen der Criminal Compliance. Aufgrund der Erfahrungen vor allem im Bereich des Unternehmensstrafrechts berät RA Köllner Konzerne und Banken bei der Aufdeckung und Abwicklung strafrechtlich relevanten Fehlverhaltens von Mitarbeitern und Führungskräften oder der Einführung von effektiven Compliance-Mechanismen. Bei Sanierungen und Insolvenzen unterstützt er das Management bzw. in vielen Fällen auch die Insolvenzverwaltung.

Viele Jahre war ich für den Seminarveranstalter „Management Circle“ als Referent bundesweit zu den Themen „Strafrechtliche Verantwortlichkeiten des Aufsichtsrates“, „Strafrecht des GmbH-Geschäftsführers“ sowie zur „Strafrechtlichen Verantwortung des Revisionsleiters“ tätig.

Gegenstand der Tätigkeit als Strafverteidiger ist weiter die Beratung und Vertretung bei Durchsuchungen und Festnahmen, die Betreuung Inhaftierter in der Untersuchungshaft als auch die Verteidigung in der Strafvollstreckung.

Seit dem 20. Januar 1998 ist es mir aufgrund meiner praktischen und theoretischen Kenntnisse durch die Rechtsanwaltskammer Köln gestattet, den Titel des "Fachanwalt für Strafrecht" zu führen. Die insoweit gebotenen Fortbildungsmaßnahmen werden selbstverständlich und weit über das standesrechtlich erforderliche Maß wahrgenommen.

Als Mitautor des bei Heymanns herausgegebenen „Handbuchs des Fachanwalts Strafrecht“, zwischenzeitlich in 6. Auflage erschienen, habe ich den einführenden Grundsatzartikel „Der Rechtsanwalt als Strafverteidiger“, der sich mit den Grundlagen dieser anwaltlichen Spezialisierung und deren Grenzen beschäftigt, verfasst.

Veröffentlichungen:

·         Der Rechtsanwalt als Strafverteidiger, in Handbuch des Fachanwalts für Strafrecht, 5. Auflage, 2012, Verlag WoltersKluwer; (6. Aufl. vorauss. 2014)

 

·         NZI 2013, S. 368: Anm. zu BGH 3 StR 199/12 v. 15.11.2012, (Firmenbestattung/Faktischer Geschäftsführer)

 

·         NZI 2013, S. 560: Anmerkung zu OLG Nürnberg Urt. v. 15.3.2013 – 2 Ws 561/12, (Aufhebung des zur Rückgewinnungshilfe angeordneten strafprozessualen Arrests mit Insolvenzeröffnung);

 

·         Strafverteidiger 2000, S. 430 ff.: Schadensersatzpflicht eines Pflichtverteidigers, Anm. zu OLG Düsseldorf 24 U 161/97 v. 23.06.1998;

 

·         ZAP Fach 23, S. 303 ff.: Haftung des Strafverteidigers, (Nummer 24 v. 24.12.1997);

 

·         StraFo 1998, S. 116 ff.: Der anwaltliche Notdienst in Strafsachen;

 

·         StraFo 1995, S. 50 ff.: Kann die Verteidigung die Mitgabe von Originaltonbandaufzeichnungen verlangen, die im Wege der Durchführung eines Rechtshilfeersuchens erstellt worden sind?

 

·         Strafverteidiger 1986, 420: Unterrichtung über das Recht zum letzten Wort, Anm. zu BGH 2 StR 271/86 v. 16.07.1986;

 

Mitgliedschaften:

·         in der Arbeitsgemeinschaft Strafrecht des Deutschen Anwaltsvereins

·         in der Arbeitsgemeinschaft Steuerrecht des Deutschen Anwaltsvereins

·         in der Arbeitsgemeinschaft Insolvenzrecht des Deutschen Anwaltsvereins

·         im Kölner Anwaltsverein

·         des Deutschen Juristentages

1956 wurde ich (wie mein Name bereits sagt) in Köln geboren. Nach dem Jurastudium in Köln erfolgte 1982 das erste und 1985 das zweite Staatsexamen. Nach einer "Lehrzeit" bei dem renommierten, leider viel zu früh verstorbenen bekannten Kölner Wirtschaftsstrafverteidiger Christian Richter II, die ich bereits als Referendar begonnen und als Anwalt fortgesetzt hatte, befasse ich mich seit meiner Zulassung fast ausschließlich mit Strafrecht und dem Ordnungswidrigkeitenrecht der Unternehmen. Wesentlicher Bestandteil ist das Steuerstrafrecht.

Ich habe zahlreiche umfangreiche und langwierige Verteidigungen auf den Gebieten des Steuer- und Wirtschaftsstrafrechts geführt. Viele der in diesen Sachen erfolgten Gerichtsverhandlungen haben sich über etliche Monate oder Jahre erstreckt. Soweit eine außergerichtliche Lösung für den Mandanten in Betracht kommt, wird auch diese intensiv geprüft und bevorzugt. Bisher konnte ich bislang ca. 75% meiner Fälle einer „stillen“ Lösung ohne aufsehenserregende öffentliche Verhandlung zuführen. Ob dies nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 19. März 2013 zur Verständigung noch möglich sein wird, werden die nächsten Jahre zeigen; ich werde aber weiterhin die Interessen meiner Mandanten absolut in den Vordergrund stellen. Nach meinem Verständnis sind Strafverteidiger nicht „Staatsdiener“, sondern unabhängige und eigenständige Verwalter der legalen – und damit berechtigten - Interessen ihrer Mandanten. Nach heutigem Stand ist bedauerlicherweise zu sagen, dass die gesetzlichen Regeln der Verständigung und deren Auslegung und Handhabung durch die Staatsanwaltschaften und Gerichte häufig zu einem Erstarren der in der StPO vorgesehenen Handlungsmöglichkeiten geführt hat. Aufgrund des durch die repressive Revisionsrechtsprechung entstandenen Drucks sind die auf staatlicher Seite Beteiligten (Staatsanwälte und Richter) häufig mit einer Vorsicht behaftet, die flexibles Verhandeln fast unmöglich macht. Einige weigern sich zwischenzeitlich, außerhalb der vorgesehenen Formen Gespräche zuzulassen.

Als Berater stehe ich Unternehmen, Banken, Sanierern und Insolvenzverwaltern in Fällen der Krise, der Sanierung sowie bei der Aufdeckung korruptiven oder anderen strafrechtlich relevanten Verhaltens zur Verfügung. Die Grundsätze des Corporate Governance Kodex in ihrer aktuellen Fassung – denen auch in den Vorträgen für den Management Circle eine hervorgehobene Rolle zukam - fließen naturgemäß in diese Beratung ein.

Besonderes Interesse widme ich den Sorgfaltsmaßstäben und Anforderungen an eine ordnungsgemäße Berufsausübung des Strafverteidigers. Dabei geht es um die Berufspflichten, die für eine ordentliche und den Mandanteninteressen optimale Strafverteidigung zu beachten sind und bei deren Wahrung der einzelne Verteidiger den notwendigen Konflikt mit Polizei, Staatsanwaltschaft und Gerichten nicht scheut.

Copyright © 1997 RA Rolf E. Köllner -- Zuletzt geändert am: 21. Januar 2016